... Love is out of reach ...
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Sie ist wieder allein in ihrem Zimmer. Schließt die Türe ab, will nicht, dass ihre Mutter es sieht. Laut stellt sie die Musik an. Sie dreht auf ein bestimmtes Lied "Eifersucht". Die klinge, sie ist eingerissen weil sie einmal auf den Tisch gedrückt wurde, eine andere hat sie nicht. Sie setzt an und schneidet, der Riss reißt ihr zusätzlich die wunde Haut auf. Schmerzen hat sie, sie hasst diese Schmerzen, will lieber nichts fühlen. Im Takt der Schlagzeugschläge hackt sie immer wieder kleine Wunden in ihre Haut und schneidet ab und zu sehr tief. Blut! Blut! Das rote, dunkle Blut!
Sie liebt es wenn es sich in den großen Wunden sammelt, wenn es zu rinnen beginnt. Wenn es auf den kleinen Wunden diese hübschen Blutperlen bildet. Ohne zu überlegen schleckt sie die Perlen ab, beträufelt ihre Lippen damit und schaut sich in den Spiegel.
Ach wie hübsch, die kleine Vampirin.
Aber die Tränen schießen ihr in die Augen, sie sieht die Wunden im Spiegel und sich selbst. Sie weint nicht um sich, fast nie tut sie das wenn sie sich ritzt sie weint um ihre Mutter, die nichts falsch gemacht hat. Sie versteckt alles vor ihrer Mutter, belügt sie auch, nur um ihr nicht zu schaden. Die fast perfekte Tochter.
Lieb, hübsch, auch wenn sie da etwas skeptisch ist und gescheit. Welche Mutter wünscht sich nicht so ein Kind? Nur, dass sie schwarz trägt, das stört ein bisschen, aber sonst ist die Tochter doch perfekt.
Hat keine großen Probleme...
Das Lied ist bald zu Ende, sie will sich beeilen. Sorgfältig wischt sie das Blut ab und wartete bis es ein bisschen gerinnt. Dabei macht sie ein paar Dehnungsübungen.
Sie legt sich auf den Rücken, macht sit ups bis ihr der Bauch weh tut. Dann dreht sie sich um und macht Liegestützen, das Blut rinnt ihr auf die Finger, aber egal.
Das nächste Lied hat schon angefangen. "Zerstören".
Sie setzt sich auf den Boden, nimmt ein Taschentuch, verschnauft und beseitigt alle Spuren.
Jetzt steht sie auf, tupft noch einmal das Blut ab und dann setzt sie sich auf das Bett, lehnt ihren Polster an die Wand und wartet auf den Refrain.
Und dann schlägt sie zu, schlägt den Polster und spürt den schmerz auf ihren Fäusten die gegen die unnachgiebige Wand schlagen.
Voller Wut, voller Hass schlägt sie auf den Polster ein, schlägt wieder ihre Hände wund, bis sie nicht mehr kann. Sie macht eine Pause und schlägt wieder zu, genießt diesmal den Schmerz und den Hass.
Nie wird sie jemanden wehtun, nie wird sie einen Menschen, ein Tier schlagen. Sie wird Niemanden wehtun, denn sie ist Niemand.


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